Vom eigenen Herd zum eigenen Haus

VOM EIGENEN HERD ZUM EIGENEN HAUS

Auf den ersten Blick sind Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Wohnsituation durchaus zufrieden. Bei näherer Betrachtung zeigen sich jedoch unerfüllte Wünsche. Vor allem bei Mieterinnen und Mietern. Wer im Eigentum wohnt, fühlt sich im Zuhause deutlich mehr geborgen. Das hat auch durchaus handfeste finanzielle Gründe. Eigentümerinnen und Eigentümer müssen im Durchschnitt spürbar weniger fürs Wohnen ausgeben als Mieterinnen und Mieter - konkret reichen rund 450 Euro monatlich. Mieterinnen und Mieter wenden durchschnittlich pro Monat rund 650 Euro für ihre Bleibe auf. Eigener Herd ist Goldes wert - dieses alte Sprichwort ist offensichtlich aktueller denn je.

 

DIE MIETEN STEIGEN

Die tendenzielle Mehrbelastung von Mieterinnen und Mietern wird durch die anhaltend starke Nachfrage am Wohnungsmarkt verstärkt. Die durchschnittliche Miete, inklusive kräftig wachsender Betriebskosten, ist in den vergangenen fünf Jahren in Oberösterreich um 15 Prozent gestiegen. Die Verbraucherpreise haben in diesem Zeitraum um 7,3 Prozent zugelegt. Durchschnittlich kostet eine Mietwohnung in Österreich monatlich derzeit 8,30 Euro pro Quadratmeter. Bei privaten Neuvermietungen nähert sich die Durchschnittsmiete bereits 11 Euro. Daher ist es nicht verwunderlich, dass drei von vier Mieterinnen bzw. Mietern sich eine eigene Immobilie wünschen. Traumobjekt schlechthin ist dabei ein frei stehendes Einfamilienhaus am Land. Diesen Wunsch hat Corona durch Sehnsucht nach möglichst viel Privatsphäre bei gleichzeitiger räumlicher Distanz zur unmittelbaren Nachbarschaft verstärkt. Das eigene Territorium wird gerne durch Zäune, Hecken, Sichtschutz und blickdichte Vorhänge klar abgegrenzt. Außerdem sichert das eigene Haus Unabhängigkeit, vom selbst angebauten Gemüse bis zum Fitnessraum im Keller. Energieeffizienz, nachhaltige Materialien und viel Grün gewinnen Jahr für Jahr an Bedeutung.

LANDLEBEN GEWINNT

Wie stark Corona das Landleben nahezu idealisiert, ist mittlerweile schon allgemein bekannt. Aber dieser Trend hat schon lange zurückliegende Fundamente. Großstädter und Großstädterinnen zieht es seit Jahrzehnten ins Umland. Wer bereits im Umland wohnt, will weiter raus ins Ländliche. Die Landbevölkerung selbst ist durchaus zufrieden mit ihrer Wohnsituation. Mehr Platz, günstige Immobilienpreise und die vergleichsweise heile Welt kleinerer Einheiten überwiegen meist eventuelle Probleme aus dem Arbeitsplatzangebot.

KREDIT LÄSST SICH RECHNEN

Dass aus dem Traum vom Haus oft nicht Realität wird, liegt naturgemäß an Befürchtungen betreffend hohe finanzielle Belastungen und eher überraschend auch an Scheu vor dem Aufwand bei der Suche nach der richtigen Finanzierung. Letzteres erleichtert daher der VKB-Wohnbaukreditrechner. Er berechnet online unverbindlich die anfallenden Kreditraten für jedes Projekt. Abgesehen von den Kosten ist der gewichtigste Grund für einen Immobilienerwerb die Zuversicht, dass im Eigenheim keine Übersiedlungen mehr notwendig sind. Erst dann zählen die eigenen vier Wände als Vorsorge fürs Alter oder als Absicherung des Vermögens. Logischerweise schätzen Mieter Flexibilität und Freiheit bei ihrer Wohnform ganz besonders. Knapp dahinter kommen schlicht mangelnde finanzielle Möglichkeiten.

Eigener Herd ist Goldes wert.
Eigenes Haus verdient Applaus.

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